Mein Name ist David Strauß.

Ich entwickle, schreibe und stehe hinter edgy circle.

Web-DesignerInnen die kein HTML & CSS können

Leider gibt es viele Web-DesignerInnen die kein HTML & CSS schreiben können. Ich wünsche mir, dass sich das ändert. HTML & CSS ist nun einmal die Grundlage für das Web, einer Webseite, einem Webdesign. Wenn man das nicht beherrscht fehlt einem das Verständnis für das Medium.

Ein Hinweis an dieser Stelle: Es gibt einen Unterschied zwischen können und wollen.

Wenn jemand HTML & CSS kann, aber es nicht selbst schreiben will ist das eine Sache. Wenn man aber keine Ahnung von HTML & CSS hat und einem die Vorstellung darüber fehlt “wie das so im Web funktioniert” ist das nicht gut.

Ein solches Unwissen kann zu vielen Problemen führen, problematische Designs sind eines davon. In Grafikprogrammen kann man quasi alles machen, es gibt keine Limits. Die einzelnen Designelemente werden vertikal zentriert, dort positioniert und sind immer an dieser einen Stelle. In HTML & CSS ist das nicht so leicht, hier muss dann für “einfache” Dinge oft sehr viel Aufwand betrieben werden. Andere Dinge wie zum Beispiel “Blend Modes”, die in Grafikprogrammen kinderleicht sind, sind in HTML & CSS sogar ganz unmöglich.

Andere Designs zerbrechen unter realen Bedingungen. Das fängt mit schlecht lesbaren Webfonts an, geht weiter mit Inhalten die für das Design zu lang, zu kurz oder einfach nicht passend sind und hört auf mit den unterschiedlichen Browsern und Auflösungen.

Daraus ergibt sich dann ein ewiges hin und her. Bei jeder Änderung des Designs sind zwei Personen involviert. Einmal der oder die WebdesignerIn und die Person die das ganze in HTML & CSS umsetzt.

Dabei könnte das alles so viel besser sein. In meiner Karriere als Entwickler hatte ich einmal das Vergnügen mit einer Webdesignerin zusammen zu arbeiten die ihre Designs selbst in HTML & CSS umgesetzt hat. Man muss das selbst erleben um zu begreifen wie einfach und schnell der Ablauf sein kann. Ich würde sogar sagen, dass es dadurch zu qualitativ besseren Ergebnissen kommt. Am Ende wird ein Webdesign nunmal nicht in einem Grafikprogramm sondern im Browser fertig gestellt.

Natürlich führt ein solcher Prozess zu neuen Herausforderungen. HTML & CSS ist eine komplexe Angelegenheit die viel Übung erfordert wenn man es ordentlich machen will. Als WebdesignerIn steht man vor einer neuen Entscheidung, wann ist der Punkt im Designprozess erreicht, an dem man vom Grafikprogramm in den HTML & CSS Editor wechselt.

Aber das alles führt auch zu einem riesigen Vorteil: Flexibilität.

Der oder die WebdesignerIn kann selbst Änderungen an der Webseite machen und das Design anpassen. Es gibt kein ewiges hin und her mehr zwischen DesignerInnen und EntwicklerInnen. Es gibt keine Aufgaben mehr die wortwörtlich “.psd Datei nachbauen” heißen.

Danke an Mathias Paumgarten und Hannah Langhagel für Feedback und Korrekturen.

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